Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung Leyla Aliyeva nimmt am Flagship Climate Dialogue in London teil

Ein Flagship Climate Dialogue zum Thema „Meeresspiegelschwankungen und ungleiche Folgen: Fallstudien aus dem Kaspischen Meer und den Kleinen Inselentwicklungsländern (SIDS)“ fand im historischen Marlborough House in London (UK) statt.

Die Veranstaltung, die in Partnerschaft mit dem Commonwealth of Nations – einem Verbund von 56 Ländern – ausgerichtet wurde, versammelte Vertreter des diplomatischen Korps in London, den Marshal des Diplomatischen Korps, Vertreter des britischen Aussenministeriums und anderer staatlicher Einrichtungen, Delegierte von Inselstaaten, Klimaschutzorganisationen, Medienvertreter, Mitarbeitende des Commonwealth-Sekretariats, junge Führungskräfte und weitere Gäste.

In ihrer Ansprache lenkte Leyla Aliyeva, Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung sowie Gründerin und Leiterin der IDEA Public Union, die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden auf den Rückgang des Wasserstands des Kaspischen Meeres. Sie stellte fest, dass der Wasserverlust in den grössten Seen der Welt und die Verschmutzung durch Plastikabfälle in den vergangenen 30 Jahren die Lage weiter verschärft haben. In Erinnerung an die erfolgreiche Ausrichtung der COP29 durch Aserbaidschan betonte Leyla Aliyeva, wie wichtig es sei, auf dem Weg zur COP30 praktische Massnahmen statt blosser Ideen zu ergreifen. Sie hob ausserdem die Aktivitäten der IDEA-Vereinigung zum Schutz der Natur und zur Einbindung junger Menschen hervor. Abschliessend sagte sie, die Haltung zur Natur spiegele die Haltung zur Menschheit wider – und der Schutz des Kaspischen Meeres gebe Hoffnung auf eine lebendige Zukunft.

Mukhtar Babayev, Präsident der COP29 und Beauftragter des Präsidenten der Republik Aserbaidschan für Klimafragen, rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, für das Kaspische Meer ebenso Solidarität zu zeigen wie für den Amazonas und andere Tropenwälder. Er fügte hinzu, dass Aserbaidschan gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen einen „Aktionsplan zur Reduzierung des Pegels des Kaspischen Meeres“ für die Jahre 2025–2035 entwickelt. Auf Initiative von Präsident Ilham Aliyev hätten die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres im Rahmen der COP29 eine gemeinsame Erklärung verabschiedet und damit ihre Zusammenarbeit gestärkt.

Der COP29-Präsident unterstrich die Bedeutung der IDEA-Kampagne zum Schutz der Biodiversität des Kaspischen Meeres und bekräftigte Aserbaidschans Solidarität mit den Kleinen Inselstaaten durch Unterstützung von Klimaanpassungs- und nachhaltigen Entwicklungsprojekten. Er betonte, dass die Erfüllung der bei COP29 gegebenen Versprechen und die Erhöhung der Klimafinanzierung entscheidend für die Wiederherstellung des internationalen Vertrauens sei – und dass Aserbaidschan weiterhin eine aktive Rolle in der globalen Klimasolidarität spielen werde.

Suddhoo Arjoon, Stellvertretender Generalsekretär des Commonwealth, hob die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Mehrzahl der Mitgliedsländer hervor. Er lobte, dass die COP29-Präsidentschaft Aserbaidschans die besonderen Herausforderungen der Kleinen Inselstaaten ernst nehme und konkrete Schritte zur Bewältigung dieser Probleme unternehmen werde. In diesem Zusammenhang verwies er auf ein Kooperationsprojekt zur Förderung von Klimaschutzmassnahmen in den Inselstaaten des Commonwealth, das auf dem 2024 unterzeichneten Memorandum of Understanding zwischen der COP29-Präsidentschaft und dem Commonwealth basiert.

Tim Hemmings, Sondergesandter für Kleine Inselstaaten im britischen Aussenministerium, bewertete die Fortschritte der COP29 des vergangenen Jahres und stellte fest, dass das Aussenministerium angesichts der Probleme durch veränderte Meeresspiegel mehrere Unterstützungsprojekte umgesetzt habe. Er nannte es lobenswert, dass die COP29-Präsidentschaft und das Commonwealth eine Veranstaltung zu diesem Thema in London organisiert haben.

Michael Fishbach, Mitbegründer und Geschäftsführer der Organisation „Whale Guardians“, lenkte den Blick auf die Biodiversität des Kaspischen Meeres und betonte, dass dessen sinkender Pegel ein Vorzeichen grösserer globaler Veränderungen in den Ozeanen sei. Er rief zu dringenden Schutzmassnahmen für das Kaspische Meer auf und würdigte Aserbaidschans Führungsrolle unter Leitung des Präsidenten bei der COP29 und dessen Pläne für grüne Energie. Ziel sei nicht nur der Schutz von Walen und anderen Meereslebewesen, sondern auch die Erhaltung und Wiederbelebung wichtiger mariner Ökosysteme wie des Kaspischen Meeres.

Die Botschafter der Kleinen Inselstaaten in London – darunter aus den Bahamas, den Malediven sowie Antigua und Barbuda – erklärten, dass der steigende Meeresspiegel eine direkte existenzielle Bedrohung für ihre Länder darstelle und dankten der COP29-Präsidentschaft für die Aufmerksamkeit, die diesem wichtigen Thema gewidmet wird.

Die Teilnehmenden der Veranstaltung besichtigten anschliessend eine Ausstellung zur Natur Aserbaidschans, gefolgt von einem offiziellen Empfang.

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