Im Rahmen der 47. Sitzung des Welterbekomitees, die vom 6. bis 16. Juli am UNESCO-Hauptsitz in Paris stattfindet, wurden am 11. Juli Nominierungsdossiers für die Tentative-Liste des UNESCO-Welterbes geprüft.
Zwei Stätten aus Aserbaidschan – die Antike Stadt Gabala sowie der Historisch-kulturelle und natürliche Komplex Gamigaya und Goygol – wurden offiziell in die Tentative-Liste aufgenommen.
Gamigaya befindet sich im Bezirk Ordubad in Aserbaidschan und liegt im Einzugsgebiet des Zangazur-Gebirges auf einer Höhe von 3.725 Metern. Die Stätte ist für ihre Vielzahl an Felsgravuren bekannt, die aus verschiedenen Perioden der Bronzezeit, Eisenzeit und des Mittelalters stammen.
Gabala hingegen nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte Aserbaidschans ein. Als erste Hauptstadt des antiken Kaukasischen Albaniens spielte die Stadt bereits ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. eine zentrale Rolle im wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben der Region. Auch in schriftlichen Quellen aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. wird Gabala erwähnt. Mit einer rund 2.500-jährigen Geschichte war Gabala ein bedeutendes Zentrum für Handel und Verwaltung.
Aserbaidschan wird seine wissenschaftlichen und organisatorischen Anstrengungen fortsetzen, um eine künftige Aufnahme beider Stätten in die offizielle Liste des UNESCO-Welterbes zu erreichen.
Die 47. Sitzung des Welterbekomitees dauert noch bis zum 16. Juli an.


