Symphonische Werke von Kamalia Ali-Zadeh erstmals in Deutschland aufgeführt

In der deutschen Stadt Gummersbach wurden erstmals Werke der aserbaidschanischen Komponistin und Pianistin Kamalia Ali-Zadeh präsentiert. Die international ausgezeichnete Musikerin, Mitglied des Aserbaidschanischen Komponistenverbands, stellte dem Publikum ihre symphonische Suite „Dante in Venedig“ vor. Das Werk wurde vom Orchester unter der Leitung des Dirigenten Anar Bramo aufgeführt und mit grosser Begeisterung aufgenommen.

Die Uraufführung in Gummersbach markierte einen besonderen Moment in der Geschichte des Orchesters: Zum ersten Mal erklang ein Werk einer aserbaidschanischen Komponistin in dessen Repertoire.

„Ich danke Maestro Anar Bramo und dem deutschen Orchester für das einfühlsame Spiel und ihr aufrichtiges Interesse an meiner Musik. Diese Aufführung war nicht nur ein persönliches Ereignis, sondern auch ein Beitrag zum interkulturellen musikalischen Dialog“, sagte Ali-Zadeh.

Die Suite „Dante in Venedig“ entstand nach ihrer ersten Reise nach Venedig im Jahr 2003. Inspiriert von der einzigartigen Architektur, Atmosphäre und Geschichte der Stadt, komponierte Ali-Zadeh ein fünfsätziges Werk, in dem jede einzelne Passage einem besonderen Symbol Venedigs gewidmet ist. Stilistisch vereint die Suite Elemente des Barocks mit traditionellen aserbaidschanischen Mugham-Motiven.

Besonders hervorgehoben wurde das Werk auch von ihrem Lehrer, dem Volkskünstler Aserbaidschans und Professor Arif Melikov, der das Talent seiner Schülerin früh erkannte und förderte.

Die Suite wurde bereits in Baku und Italien, unter anderem im Opernhaus von Sanremo, aufgeführt. Ihre Premiere feierte sie im Jahr 2003 beim internationalen Festival „Compositori a confronto“ in Reggio Emilia.

Die Musik von Kamalia Ali-Zadeh ist geprägt von tiefem emotionalem Ausdruck, einer reichen melodischen Sprache und der Verschmelzung europäischer Klassik mit dem musikalischen Erbe Aserbaidschans. Ihre Werke wurden erfolgreich in zahlreichen Ländern aufgeführt – darunter in den Niederlanden, Italien, Norwegen, Japan, China, den USA und Neuseeland – und stoßen weltweit auf grosse Anerkennung bei Publikum und Fachwelt.

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