Milli-Meclis-Sprecherin Sahiba Gafarova absolvierte einen Arbeitsbesuch in Genf

Am 30. Juli leitete die Sprecherin des Milli Majlis, Sahiba Gafarova, die allgemeine Debatte am zweiten Tag der 6. Weltkonferenz der Parlamentspräsident:innen, die in Genf stattfand. An den Diskussionen nahmen die Präsident:innen der Parlamente von rund 30 Ländern teil.

Es sei angemerkt, dass die 6. Weltkonferenz der Parlamentspräsident:innen im UN-Büro in Genf gemeinsam von den Vereinten Nationen und der Interparlamentarischen Union organisiert wird. An der Konferenz nehmen 120 Delegationen teil, darunter Parlamentspräsident:innen aus 102 Ländern, Vizepräsident:innen aus 38 Ländern sowie Delegierte internationaler Organisationen, die mit der Interparlamentarischen Union zusammenarbeiten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des aserbaidschanischen Parlaments leitete eine Sprecherin des Milli Majlis die allgemeinen Debatten eines so bedeutenden internationalen Forums, das in Zusammenarbeit zweier einflussreicher Organisationen – der UNO und der Interparlamentarischen Union – organisiert wurde. Dies stellt zugleich einen weiteren Erfolg der parlamentarischen Diplomatie Aserbaidschans dar. Diese Tatsache zeugt nicht nur vom wachsenden Ansehen Aserbaidschans in den internationalen Beziehungen, sondern ist auch Ausdruck der erfolgreichen Umsetzung der Empfehlung von Präsident Ilham Aliyev, eine aktive parlamentarische Diplomatie zu betreiben.

Im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs in Genf nahm Sahiba Gafarova auch am 15. Gipfel der Parlamentspräsidentinnen teil. An der Veranstaltung nahmen etwa 350 Delegierte teil, darunter Frauen in Parlamentspräsidien aus 29 Ländern sowie weibliche Führungspersönlichkeiten internationaler Organisationen. In ihrer Rede wies die Parlamentspräsidentin auf die Herausforderungen hin, mit denen Frauen in vielen Teilen der Welt konfrontiert sind, sowie auf die Schwierigkeiten bei der Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung.

Gafarova informierte in ihrer Rede auch über die Massnahmen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Frauen in Aserbaidschan und deren aktive Rolle in verschiedenen Lebensbereichen des Landes.

Seit der Wiederherstellung seiner territorialen Integrität im Jahr 2020, so Gafarova, setze Aserbaidschan erfolgreich Maßnahmen zur Wiederherstellung der von der Besatzung befreiten Gebiete um und ermögliche die Rückkehr der ehemaligen Binnenvertriebenen in ihre Heimatorte. Derzeit leben, arbeiten und studieren über 50.000 Menschen in diesen Regionen.

Frauen spielen dabei eine aktive Rolle beim Aufbau der sozioökonomischen Infrastruktur, in Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie bei Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung und zur Wiederbelebung des kulturellen Erbes in den befreiten Gebieten.

Sahiba Gafarova nahm ausserdem an der Abschlusssitzung des Vorbereitungskomitees für die 6. Weltkonferenz der Parlamentspräsident:innen in Genf teil. An dieser Sitzung beteiligten sich Parlamentspräsident:innen, die aus den geografischen Gruppen der Interparlamentarischen Union in das Komitee gewählt wurden.

Diskutiert wurden dabei Fragen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Konferenz, einschließlich eines Berichts über die bisherige Arbeit des Komitees, die Annahme des Abschlussdokuments sowie weitere organisatorische Aspekte.

In ihrer Rede sprach die Präsidentin des Milli Majlis auch das Thema der Reform der Vereinten Nationen an. Sie betonte, dass jegliche Reformen zu einem System führen müssten, in dem nicht nur einzelne Staaten, sondern alle Länder und Völker gehört werden. Die Normen und Prinzipien des Völkerrechts müssten gewahrt, doppelte Standards abgelehnt und beschlossene Massnahmen umgesetzt werden. Nur unter diesen Bedingungen könnten die Ziele von Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand für alle erreicht werden.

Wie Gafarova weiter ausführte, wurde 2008 auf Initiative von Präsident Ilham Aliyev der sogenannte „Bakuer Prozess“ ins Leben gerufen, zu dem auch das „Weltforum für interkulturellen Dialog“ gehört – eine von der UNO als zentrale globale Plattform für interkulturellen Austausch anerkannte Initiative.

Sie schlug vor, das Thema interkultureller Dialog in die zukünftige Agenda und Aktivitäten der Interparlamentarischen Union aufzunehmen.

In einer Podiumsdiskussion im Rahmen der 6. Weltkonferenz der Parlamentspräsident:innen zum Thema „Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030: Welche neuen Möglichkeiten bestehen für internationale Zusammenarbeit?“ betonte Gafarova, dass die Erreichung dieser Ziele einen umfassenden Ansatz auf nationaler wie internationaler Ebene erfordere.

In ihrer Rede hob sie die Fortschritte hervor, die Aserbaidschan bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung erzielt habe.

Darüber hinaus führte Sahiba Gafarova am Rande der Konferenz mehrere bilaterale Gespräche mit Parlamentspräsident:innen anderer Länder. Dabei fand ein Austausch über die bilateralen Beziehungen sowie die Zusammenarbeit der jeweiligen Parlamente statt.

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