Am 3. Juni fand in der Stadt Latschin die offizielle Eröffnungszeremonie der GUS-Kulturhauptstadt 2025 statt.
Die vom Kulturministerium Aserbaidschans und dem Sonderbevollmächtigten des Präsidenten im Bezirk Latschin organisierte Veranstaltung vereinte Vertreter offizieller Stellen, renommierte Wissenschaftler und Kulturschaffende, internationale Experten sowie lokale und ausländische Medienvertreter.
In seiner Ansprache betonte der aserbaidschanische Kulturminister Adil Karimli, dass gemäss dem Beschluss des Rates für humanitäre Zusammenarbeit der GUS vom 8. Oktober 2024 die Stadt Latschin in der Region Ost-Sangesur Aserbaidschans zur Kulturhauptstadt der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) für das Jahr 2025 ernannt wurde.
Er erklärte, dass dieser Beschluss von grosser sozialer und kultureller Bedeutung sei und eine klare Manifestation internationaler Unterstützung und Solidarität für die kulturelle und wirtschaftliche Wiederbelebung der befreiten Gebiete Aserbaidschans darstelle.

Die Erklärung Latschins zur „Kulturhauptstadt der GUS“ werde laut Karimli einen bedeutenden Impuls für die kulturelle Erneuerung der Stadt und ihre aktive Integration in internationale Kooperationsstrukturen leisten.
Der Minister wies darauf hin, dass seit der Befreiung der aserbaidschanischen Gebiete im Jahr 2020 unter der Führung von Präsident Ilham Aliyev umfassende Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden. „Das Restaurierungskonzept für die befreiten Gebiete beinhaltet nicht nur den Wiederaufbau von Infrastruktur und Denkmälern, sondern zielt auch auf die Wiederbelebung des kulturellen Lebens ab“, sagte Karimli.
Nurlan Seytimov, stellvertretender Generalsekretär der GUS, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor und betonte, dass die Erklärung Latschins zur „Kulturhauptstadt der GUS“ nicht nur für Aserbaidschan, sondern für die gesamte Region ein wichtiges Ereignis sei.
„Heute feiern wir mit Freude die Verleihung des angesehenen Titels der GUS-Kulturhauptstadt an Latschin“, erklärte Polad Bülbüloğlu, Vorsitzender des Kulturausschusses der Milli Məclis der Republik Aserbaidschan und des Rates für humanitäre Zusammenarbeit der GUS.
Michail Schwydkoi, Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für internationale kulturelle Zusammenarbeit, unterstrich, dass die Teilnahme zahlreicher Kulturschaffender an der heutigen Zeremonie ein starkes Zeichen dafür sei, dass Latschin zu einem kulturellen Zentrum Aserbaidschans geworden sei.

Masim Mammadov, Sonderbevollmächtigter des Präsidenten im Bezirk Latschin, erinnerte daran, dass während der Jahre der Besatzung Akte des Vandalismus gegen historische Denkmäler in Latschin und anderen Gebieten Aserbaidschans verübt wurden: „217 kulturelle Einrichtungen, 101 Bildungseinrichtungen und 142 medizinische Einrichtungen wurden von Armeniern zerstört. Zudem wurden 462 Gewerbeobjekte, 30 Kommunikationszentren und zahlreiche Industrieanlagen vernichtet. Bedeutende Schäden erlitten auch 54 Denkmäler von weltweiter und 200 von lokaler Bedeutung – ein enormer Verlust an kulturellem und historischem Erbe.“
Michail Schwydkoi überreichte im Rahmen der Zeremonie das Zertifikat „Kulturhauptstadt der Gemeinschaft“ an Masim Mammadov.
Anschliessend wurde ein Video gezeigt, das die gravierenden Zerstörungen während der Besatzung Latschins sowie die laufenden Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten Aserbaidschans in der Region dokumentierte.


