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Lektüre: Aida Mahmudovas Einzelausstellung „Under the Same Sky“ in New York eröffnet
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KULTUR UND KUNST

Aida Mahmudovas Einzelausstellung „Under the Same Sky“ in New York eröffnet

November 21, 2025
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Am 20. November wurde in der Sapar Contemporary Art Gallery in New York (USA) die Einzelausstellung der renommierten aserbaidschanischen Künstlerin Aida Mahmudova mit dem Titel „Under the Same Sky“ eröffnet.

Jedes Fragment der Erde trägt den stillen Abdruck der Zeit: das Gedächtnis von Licht, Erosion und Wandel, eine Spur sowohl menschlicher als auch geologischer Geschichte. In Mahmudovas Werk wird der Raum zwischen Himmel und Boden zu einem Feld der Aufmerksamkeit und kuenstlerischen Forschung – ein Ort, an dem Materialien sprechen und an dem die Oberfläche einer Glasur, der Rand eines Steins oder das Schimmern von Sand die Sprache der Landschaft offenbaren. Hier wird Material zu Zeuge und Stimme zugleich und uebersetzt die feinen Verbindungen zwischen Erde, Körper, Zeit, Erinnerung und Ort, die ihr gesamtes Schaffen durchziehen.

Die Skulpturen der Serie Stone Travellers (2025) bilden den Höhepunkt einer fortlaufenden, forschungsbasierten Praxis, die die Schnittstelle zwischen Keramik und Naturstein untersucht. Entstanden aus einem 2024 begonnenen materiellen Laboratorium, reflektiert das Projekt den schnellen urbanen Wandel der Region und betrachtet kulturelles Erbe als eine spekulative, zukunftsgerichtete Praxis neu. Mahmudova belebt traditionelle Keramiktechniken wieder und erweitert sie durch alchemistische und biochemische Experimente, um zu erforschen, wie Materie Zeit, Prozess und Veränderung speichert.

Für ihre Keramiken verwendet die Künstlerin handgefertigte Glasuren aus lokal in Aserbaidschan gewonnenen Materialien — darunter Öl, Asche, Muscheln, Sand, Ton und Stein. Das Ergebnis ist ein Schaffensprozess, der tief im Landschaftsraum verankert und zugleich formal einzigartig ist.

Inspiriert von Steinsetzungen wie Cairns — vertikal gestapelten, säulenartigen Steinen, die historisch als Grabmale, Erinnerungszeichen, Wegmarken und rituelle Marker dienten — interpretiert Mahmudova diese symbolischen Formen als persönliche Speicher von Erinnerung neu. Diese traditionellen Strukturen bündeln die Bewegung der Zeit und werden für die Künstlerin selbst zu Navigationssteinen, die ein intimes und symbolisches Terrain kartieren. Zugleich verweisen sie auf mythische Steine Aserbaidschans, etwa Pirvänäzärä — einen heiligen Frauenstein, dem einst Fruchtbarkeit und Erneuerung zugeschrieben wurden — und verbinden so persönliche Erinnerung mit archaischem Ritual und Landschaft.

Parallel zu ihren Skulpturen präsentiert Aida Mahmudova neue textilbasierte Arbeiten aus der Serie Floating Grounds (2025). Sie basieren auf handbearbeiteten fotografischen Drucken von natuerlichen und industriellen Orten, die die Künstlerin spontan während kuenstlerischer Wege und Beobachtungen aufgenommen hat. Durch Druck- und Stickprozesse auf ungebleichten Textilien übertragen, bleiben die Stoffoberflächen taktil und nehmen Spuren von Ort und Zeit auf. Durch die Gegenüberstellung von Felsformationen, Steinbrüchen, Stromleitungen, Wäldern und Flussbetten kartiert die Künstlerin die sich verschiebenden Grenzen zwischen Organischem und Industriellem und lädt dazu ein, die Landschaft selbst als ein Archiv fortwaehrender Transformation zu begreifen.

Die Ausstellung „Under the Same Sky“ ist bis zum 16. Januar 2026 zu sehen.

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